Regentag

13 09 2008

Heute ist der ieale Tag zum Bloggen. Der Taifun Sinlaku naehert sich mit langsamen Schritten der Insel. Nachdem meine Familie heute morgen den Wunsch nach Fruehstueckseiern geaeussert hat, machte ich mich um 8.30 Uhr auf den Weg zum nahe gelegenen Wellcome. Als ich endlich einen halbwegs funktionierenden Regenschirm in unserer Wohnung aufgetrieben hatte, machte ich mich also auf den Weg. Seltsam leer waren die Strassen, einige heruntergefallene Aeste kuendigten den Supertyphoon an. Der Regen erinnerte eher an einen Spruehregen und war in seiner Intensitaet noch nicht wirklich stark. Dafuer wehte ein ganz beachtlicher Wind, um nicht zu sagen „Sturm“. Auf der sonst sehr befahrenen Minsheng Dong Lu war keine Menschenseele, kein Moped und nur zwei Taxis zu sichten. Selbst der Dante war leer…..irgendwie unheimlich, dachte ich mir. Der einzige Mann, der mir auf meinem Weg zum Wellcome begegnet war, sah mich auesserst komisch an und wird sich wahrscheinlich gedacht haben, die irren Auslaender muessen selbst bei Taifun auf die Strasse gehen.

Ebenfalls gespenstische Stille im Wellcome. Vor dem Eingang lagen im Umkreis von 2 Metern etliche Regenschirme verstreut, die der Sturm anscheinend aus der Regenschirmablage geblasen hat. Auf der Suche nach den Eiern passierte ich die Gemueseregale – gaehnende Leere auch hier. Klar, immer wenn ein Taifun angekuendigt wird, werden die Taiwanesen aeusserst aktiv und kaufen wie die Boesen Gemuese. Dies liegt vor allem auch daran, dass die Preise nach einem Taifun ins Unermessliche steigen, also startet man sogenannte Hamsterkaeufe. Nachdem ich die Eier gefunden hatte (auch hier war die Auswahl eher mager), schnappte ich noch ein paar „gruene Blaetter“ (Seeetangblaetter, die man u.a. fuer Suppe, Sushi etc. verwendet) fuer meine Kinder und ein bisschen Saft. Man weiss ja schliesslich doch nicht so genau, wann man sich wieder rauswagen kann.

Der Rueckweg nach Hause gestaltete sich aehnlich wie der Hinweg, nur dass in der Zwischenzeit der Sturm boenartig um die Ecken pfiff. Das Angenehme am nicht vorhandenen Verkehr: man kann getrost bei rot ueber die Ampel spazieren, was ich dann auch gemacht habe, nachdem mein ohnehin schon etwas ramponierter Schirm dann endgueltig den Geist aufgegeben hat. Schnell nach Hause gestapft, Schirm gleich vor dem Haus entsorgt; ich war irgendwie froh, wieder zu Hause zu sein.

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One response

13 09 2008
Mein erster Taifun « Brennpunkt Taipeh

[…] Co-Bloggerin Susi hat sich heute sogar mal vor die Tür getraut. […]

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